FAQs

Du hast Fragen? Hier findest du Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen...

Sollten noch Fragen offen sein, kannst du gerne zum Walk-in für ein persönliches Gespräch bei uns vorbekommen.

Allgemein

Wie sind die Einstiegschancen mit einem Bachelorabschluss? Haben Master nicht Vorteile?

Der Bachelor ist der erste offizielle Abschluss und Titel eines Universitätsstudiums. Somit haben Bachelor-Absolvent/innen die besten Voraussetzungen für den erfolgreichen Berufseinstieg. Sie sind breit und generalistisch ausgebildet und dies wird von Unternehmen geschätzt. Ein Masterstudium kann eine Voraussetzung sein, wenn es um stark spezialisierte Aufgaben geht.

Wird von Arbeitgebern häufig angeboten, das Masterstudium berufsbegleitend nachzuholen?

Arbeitgeber sind bei Relevanz eines Masterstudiums für die jeweilige Position hierfür durchaus offen. Auch hier muss man jedoch von Unternehmen zu Unternehmen differenzieren. Werde selbst aktiv und sprich deinen Arbeitgeber auf Entwicklungsmöglichkeiten an!

Facebook, LinkedIn, Twitter, Xing – wie kann man Social Media für den Bewerbungsprozess nützen?

In Zeiten des Web 2.0. zählt natürlich dein Social-Media-Auftritt für den Bewerbungsprozess. Denn ja, für Personalverantwortliche kann es durchaus interessant sein, das Internet nach dir zu durchsuchen, sobald sie deine Bewerbung in den Händen halten. Ein erster Tipp, bevor du den Bewerbungsprozess überhaupt startest, ist also: „Self-Googling“. Es geht nicht unbedingt darum, jedes Partyfoto aus deinem Profil zu verbannen, aber reflektiere darüber, wie dein Bild nach außen erscheint. Vermittle Seriosität und Kompetenz auch auf Social-Media-Plattformen und unterscheide zwischen öffentlichen und privaten Profilen.

Ab welchem Semester macht es Sinn, sich für ein Praktikum zu bewerben?

Grundsätzlich empfehlen wir, im Laufe des Studiums vielfältige Berufserfahrung zu sammeln, um das theoretische Wissen der Ausbildung auch in der Praxis zu vertiefen. Denn gerade für Einstiegspositionen nach Abschluss deines Studiums kann bereits gesammelte Praxiserfahrung ausschlaggebend für eine Jobzusage sein. Du kannst daher durchaus bereits nach dem 1. oder 2. Semester Bewerbungen für interessante Praktika versenden. Achte allerdings auf das individuelle Anforderungsprofil der Positionen und inwieweit du diesem entsprichst. Hoch qualifizierte Praktika sind wahrscheinlich erst im 2. Studienabschnitt anzudenken. Entscheide von Position zu Position, ob du die Anforderungen bereits erfüllen kannst.

Welche Bewerbungsunterlagen sende ich bei einer Bewerbung per E-Mail mit?

Grundsätzlich musst du darauf achten, welche Form der Bewerbung im Inserat angegeben bzw. gefordert wird. Zu einer aussagekräftigen Bewerbung gehören auf jeden Fall der Lebenslauf und das Motivationsschreiben. Darüber hinaus kannst du ausgewählte Ausbildungs- und Dienstzeugnisse übersenden. Auf keinen Fall solltest du deine Bewerbung mit Attachments überladen. 2 bis 3 Zeugnisse sind absolut ausreichend.

Ein Tipp: Versende mehrere Zeugnisse nur in einer PDF-Datei.

Was schreibe ich in die Betreffzeile einer E-Mail-Bewerbung?

Der Betreff muss so aussagekräftig wie möglich gewählt werden und am besten schon die Positionsbezeichnung beinhalten, z.B.: Bewerbung als „Projektmanager/in“. Wenn im Inserat eine Jobnummer oder Referenznummer angegeben ist, dann führe diese auch unbedingt im Betreff an.

Welche Unternehmensinformationen sind im Bewerbungsprozess relevant?

Wichtig ist, dass deine Informationen auf dem aktuellen Stand sind. Du solltest unterschiedliche Quellen nutzen, um dich auf eine Präsentation beim Unternehmen vorzubereiten, z. B.: Tagespresse, Fachzeitschriften, Internet, Networking-Kontakte oder Bibliotheken. Versuche dich so gut wie möglich über Unternehmensgröße und -struktur, Niederlassungen, Produkte/Dienstleistungen, strategische Ausrichtungen und jüngste Entwicklungen/Pläne zu informieren. Des Weiteren sind Informationen über Aufgaben/Arbeitsinhalte der angestrebten Position sowie der entsprechenden Abteilung zu recherchieren.

Ich möchte gerne in Österreich arbeiten, aber mein Deutsch ist nicht so gut…

Sobald du weißt, was du möchtest, musst du dich mit den Anforderungen des örtlichen Arbeitsmarktes beschäftigen. Die spezifischen Anforderungen bzw. geforderten Kriterien - wie Notenrelevanz, Studiendauer oder Berufserfahrung - können meist auf der Website eines Unternehmens oder in Job-Inseraten gefunden werden.

Für das Berufsleben in Österreich sind solide Deutsch-Kenntnisse erforderlich.

Tipp: Wenn du während oder nach dem Studium in Österreich arbeiten möchtest, fang ab dem ersten Semester mit dem Deutschlernen an. Die WU unterstützt dich hierbei mit diversen Angeboten:

Lebenslauf

Wie soll die Berufserfahrung im Lebenslauf dargestellt werden?

In deinem Lebenslauf sollten alle beruflichen Stationen angeführt sein, die du bis jetzt durchlaufen hast. Selbst wenn du vermutest, dass eine Position vernachlässigbar oder für deine Bewerbung nicht relevant ist, solltest du diese dennoch anführen. Denn durch jede Tätigkeit sammelst du wertvolle Erfahrungen wie Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit oder Genauigkeit. Beginne bei der Darstellung mit der aktuellsten Position und führe dann alle weiteren Tätigkeiten chronologisch absteigend an. Relevant für den Lebenslauf ist auch das Zeitausmaß, also ob du Vollzeit, Teilzeit oder geringfügig gearbeitet hast.

Soll man im Lebenslauf erwähnen, dass man ein Leistungsstipendium erhalten hat? Wie soll man dieses anführen?

Auf eine derartige Leistung kannst du sehr stolz sein und auf jeden Fall im Lebenslauf erwähnen. Ein Leistungsstipendium führst du am besten direkt bei Studium/Ausbildung an.

Was ist der Unterschied zwischen Bewerbungsschreiben, Anschreiben und Motivationsschreiben?

Bewerbungsschreiben, Anschreiben, Motivationsschreiben - alle 3 Begriffe sind Bezeichnungen für das Dokument in deinen Bewerbungsunterlagen, in welchem du deine Motivation für die ausgeschriebene Position erklärst. Es gibt keinen inhaltlichen Unterschied zwischen diesen Begriffen und sie werden synonym verwendet.

Wie lang soll der Lebenslauf sein?

In Österreich ist es üblich, dass der Lebenslauf 2 Seiten lang ist. Wenn du deine Informationen übersichtlich auf 1 Seite darstellen kannst, ist dies selbstverständlich auch ausreichend. Bei Absolvent/innen mit mehrjähriger Berufserfahrung kann der Lebenslauf natürlich auch länger als 2 Seiten sein. Eine übersichtliche Struktur und Gliederung dürfen aber niemals verloren gehen.

Empfehlt ihr den Europäischen Lebenslauf oder ein individuell gestaltetes CV?

Der standardisierte europäische Lebenslauf ist, wie der Name schon vermuten lässt, standardisiert und soll insbesondere internationale Bewerbungen im europäischen Raum erleichtern. Das Formular ist sehr umfangreich und bietet wenig bis gar keinen Freiraum für eine individuelle Note. Ob man den europäischen Lebenslauf eins zu eins übernimmt oder nur zur Orientierung für einen individuell aufgebauten Lebenslauf benützt, ist eine Entscheidung, die jede/r für sich selbst treffen muss. Allerdings wird eine individuelle Gestaltung des CVs, zumindest bei vielen Personalverantwortlichen in Österreich, gerne gesehen.

Muss ein Foto im Lebenslauf enthalten sein und wenn ja, in welcher Größe und Form?

Wenn du dich in Österreich bewirbst, sollte auf alle Fälle ein Portraitfoto in deinen Lebenslauf eingearbeitet werden. Die Größe ist grundsätzlich dir überlassen, auch ob du das Foto in Farbe oder Schwarz/Weiß abbildest, liegt ganz bei dir. Achte in jedem Fall auf Professionalität! Urlaubs- oder Freizeitfotos sind fehl am Platz – auch bei Bewerbungen für Praktika oder Beschäftigungen neben dem Studium.

Welche Informationen müssen nicht im Lebenslauf angeführt werden?

Eltern, Geschwister und deren Beruf sowie Religionsbekenntnis müssen im Lebenslauf nicht mehr angeführt werden. Als angehende/r Universitätsabsolvent/in brauchst du zudem Volksschule und Unterstufe nicht mehr anzugeben – führe stattdessen deine Ausbildung ab der Oberstufe mit Spezialisierungen oder Weiterbildungen an. Datum, Ort und Unterschrift können im Lebenslauf ebenfalls entfallen.

Welche Stationen sollen im Lebenslauf enthalten sein?

Im Lebenslauf sollten auf alle Fälle folgende Informationen angeführt werden: Kontaktdaten, Geburtsdatum, Nationalität, Ausbildung, Berufserfahrung, Sprach- und EDV-Kenntnisse, Zusatzqualifikationen und bei männlichen Bewerbern der Präsenzdienst.

Kann man zusätzliche Seminare und Weiterbildungen in den Lebenslauf aufnehmen?

Auf jeden Fall sind zusätzliche Seminare und Weiterbildungen wichtig und sollten daher im Lebenslauf angeführt werden. Gib dabei eine Zeitleiste, das Thema sowie die Institution, bei der du die Ausbildung absolviert hast, an. Achte darauf, dass deinen Weiterbildungen nicht mehr Platz gewidmet wird als deiner Haupttätigkeit, also Studium und/oder Berufserfahrung.

Was muss ich bei der Gestaltung eines Lebenslaufes grundsätzlich beachten?

In Österreich ist es üblich, dass der Lebenslauf ungefähr 2 Seiten lang ist. Wichtig ist, dass der Lebenslauf klar strukturiert ist und auf den ersten Blick eine gute Übersicht deines Werdeganges darstellt. Verleihe deinem Lebenslauf eine persönliche Note. Aber Achtung: Individualität in der Bewerbung ist nicht gleichzusetzen mit besonders kreativ gestalteten Unterlagen. Nach dem Motto: „Weniger ist mehr“, reicht es, wenn du deine Unterlagen gut gegliedert und leicht lesbar darstellst.

Kann man Hobbys und persönliche Interessen im Lebenslauf angeben?

Ja, Hobbys und persönliche Interessen können im Lebenslauf angegeben werden. Schließlich kann auch aufgrund deiner Hobbys auf deine Kompetenzen und Qualifikationen geschlossen werden. Achte allerdings darauf, dass deine Freizeitbeschäftigung nicht zu ausführlich dargestellt wird und mehr Platz einnimmt als deine Haupttätigkeiten, also Studium oder Berufserfahrung. Gib nur jene Punkte an, die auf dich auch wirklich zutreffen und die du von dir auch preisgeben möchtest.

Welche Abstufungen (Niveaus) gibt es bei den Sprachkenntnissen im Lebenslauf?

Die Sprachkenntnisse werden wie folgt unterteilt:

  • Muttersprache/Muttersprachenniveau
  • verhandlungssicher/verhandlungsfähig
  • sehr gut
  • gut
  • Basis- oder Grundkenntnisse

Wenn du zweisprachig aufgewachsen bist, kannst du dies auch im Lebenslauf z.B. mit 1. Muttersprache und 2. Muttersprache oder bei beiden Sprachen Muttersprachenniveau angeben. Solltest du verhandlungssicher oder sehr gut als Niveau angeben, musst du damit rechnen, dass ein Jobinterview auch in der jeweiligen Sprache geführt werden kann.

Welche Informationen müssen bei der Ausbildung im Lebenslauf angeführt werden?

Beim Punkt Ausbildung gibst du den Namen der Universität bzw. der Institution sowie die Studienrichtung an. Je nach Studium ergänzt du ebenso die Schwerpunktsetzung oder Spezialisierung und Wahlfächer, die du absolviert hast. Ein weiterer interessanter Punkt ist natürlich das Thema der Abschlussarbeit. Wenn du kurz vor Ende des Studiums bist, solltest du auch dein voraussichtliches Studienende angeben.

Wie genau muss man die Zeitleiste im Lebenslauf angeben?

Die Zeitleiste im Lebenslauf sollte mit Monat und Jahr angegeben werden. Ob du diese ausschreibst, z.B. Jänner 2015 – März 2015, oder in numerischer Form darstellst, z.B. 01/2015 – 03/2015, ist dir überlassen. Achte darauf, dass du durchgängig eine einheitliche Form verwendest.

Werden Noten im Lebenslauf angegeben?

Im Lebenslauf brauchst du grundsätzlich keine Noten anzugeben. Ist dies für eine Firma wichtig, werden ohnehin deine Zeugnisse angefordert. Wenn du deine Matura oder dein Studium mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen hast, solltest du dies natürlich anführen.

Wird jede Tätigkeit/Berufserfahrung im Lebenslauf angeführt oder nur die relevante(n)?

Für Personalverantwortliche ist jegliche Art der Berufserfahrung, die du gesammelt hast, interessant. Bis zum Ende deines Studiums führst du alle Stationen im Lebenslauf an, die du bis zu diesem Zeitpunkt durchlaufen hast, folglich auch Tätigkeiten, die nicht berufsrelevant scheinen. Hast du nach Ende des Studiums bereits einige Jahre fachrelevante Erfahrung gesammelt, lege den Fokus auf diese und stelle Tätigkeiten während deiner Schul- und Studienzeit in gekürzter oder zusammengefasster Form dar.

Motivationsschreiben

Wie lang soll ein Motivationsschreiben sein?

In der Kürze liegt die Würze. Ein gelungenes Motivationsschreiben ist nicht länger als 1 A4-Seite, inklusive aller formellen Angaben wie Absender/in, Empfänger/in, Datum, Ort, Betreff und Unterschrift.

Wie gehe ich vor, wenn ich keine konkrete Ansprechperson kenne?

Es ist immer besser, wenn du in deiner Bewerbung eine konkrete Person ansprechen kannst. Falls diese nicht aus der Stellenbeschreibung hervorgeht, kannst du auf der Unternehmenswebsite recherchieren oder telefonisch versuchen, eine Ansprechperson zu erfahren. In manchen Fällen wirst du unweigerlich auf eine Online-Job-Plattform verwiesen. In solchen Fällen musst du mit „Sehr geehrte Damen und Herren!“ vorliebnehmen.

Wie gestaltet man ein Motivationsschreiben inhaltlich?

Oberste Devise beim Motivationsschreiben: Qualität vor Quantität. Nimm dir Zeit – für jede Position, auf die du dich bewirbst, ist ein darauf abgestimmtes Motivationsschreiben erforderlich. Je intensiver du dich mit dem Unternehmen und der Position auseinandersetzt, umso qualitativ hochwertiger wird deine Bewerbung. Formuliere dein Anschreiben klar und prägnant und vermeide Konjunktive. Inhaltlich kommt es darauf an, dass du deine Motivation für die Position sowie für das Unternehmen klar darlegst. Deine fachlichen und persönlichen Qualifikationen sollest du keineswegs nur aufzählen, sondern vielmehr mit Beispielen belegen. Dabei genügt es, wenn du dich auf 2 bis 3 auserwählte Qualifikationen beschränkst.

Welchen Stellenwert hat das Motivationsschreiben bei den schriftlichen Bewerbungsunterlagen?

Ein gutes Motivationsschreiben ist genauso wichtig wie ein übersichtliches CV – ohne Motivationsschreiben ist eine Bewerbung unvollständig. Ein gelungenes Anschreiben spannt den Bogen zwischen CV und Stellenangebot und vermittelt so einen umfassenderen Eindruck der Bewerber/innen. Durch ein gelungenes Bewerbungsschreiben kannst du dich von den Mitbewerber/innen abheben. Oft landen Bewerbungen auf dem Absagestapel, weil die Kandidat/innen ihre Persönlichkeit, ihre Qualifikationen sowie die Identifizierung mit dem Unternehmen zu wenig in Szene setzen.

Muss ich das Motivationsschreiben unterschreiben?

Ja, am besten eigenhändig. Falls du die Bewerbung online versendest, kannst du eine eingescannte Unterschrift verwenden.

Was schreibe ich in die Einleitung meines Bewerbungsschreibens?

Ein korrekt geschriebener Name der Ansprechperson in der Anrede ist essenziell. Ein Fehler in der Schreibweise fällt garantiert auf und ist ein denkbar ungünstiger Einstieg. Nimm Bezug darauf, wie du von der offenen Position erfahren hast. Im Idealfall übermittelst du gleich zu Beginn dein Interesse und deine Begeisterung für das Unternehmen und die Tätigkeit.

Wie wirken sich Rechtschreib- und Tippfehler in meinem Anschreiben aus?

In den meisten Fällen fatal - sie führen nicht selten geradewegs auf den Absagestapel. Durch Rechtschreib- und Tippfehler entsteht bei Personalverantwortlichen leicht der Eindruck, dass du kein allzu großes Interesse an dem Unternehmen hast und dich dementsprechend nur flüchtig mit der Bewerbung auseinandergesetzt hast.

Ein Tipp: Nimm dir das 4-Augen-Prinzip zu Herzen und lasse deine Bewerbung vor dem Absenden von einer anderen Person Korrektur lesen.

Tipps für ein gelungenes Motivationsschreiben?

Von zentraler Bedeutung in einem Motivationsschreiben ist Authentizität. Dabei sollte man knapp, prägnant, positiv und vor allem wahrheitsgetreu formulieren. Um die persönlichen Ausführungen für den Leser/die Leserin greifbar zu machen, empfiehlt es sich, sie mit konkreten Beispielen zu untermauern. Weiters soll der Konjunktiv im Motivationsschreiben vermieden werden.

Vorstellungsgespräch

Wie kann man eine Selbstpräsentation bei einem Vorstellungsgespräch oder Assessment-Center gestalten?

Ziel der Selbstpräsentation ist es, in einer kurzen Zeitspanne wesentliche Inhalte über deine beruflichen Erfolge, Ziele und Motivation für die angestrebte Position und deine Interessen zu erfahren. Entscheidend ist, dass du dich präzise ausdrückst und auf den Punkt kommst. Konzentriere dich auf wesentliche Aspekte deines Werdegangs und schweife nicht in Details ab, z.B.: Mein Name ist…, ich bin geboren…, bin zur Schule gegangen in…; stelle vielmehr einen Bezug zur offenen Position her und belege die angeführten fachlichen und persönlichen Kompetenzen mit Beispielen. Personalverantwortliche achten bei einer Selbstpräsentation darauf, wie sich Kandidat/innen präsentieren, worauf der Fokus gesetzt wird und ob die jeweiligen Selbstpräsentationen verständlich und nachvollziehbar sind.

Wie bereite ich mich auf mein Vorstellungsgespräch vor?

Gehe nochmals deine Unterlagen (Lebenslauf, Motivationsschreiben) durch, die du dem Unternehmen übermittelt hast, um sicherzustellen, welche Informationen über dich bekannt sind. Recherchiere wichtige Informationen über das Unternehmen (Größe, Niederlassungen, Unternehmensstruktur, Produkte/Dienstleistungen, strategische Ausrichtung, jüngste Entwicklungen/Pläne, …) sowie über Aufgaben/Arbeitsinhalte der angestrebten Position. Es empfiehlt sich, gezielte Fragen über das Unternehmen oder den künftigen Einsatzbereich zu überlegen und diese schriftlich zu notieren. Nimm relevante Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Motivationsschreiben, Zeugnisse - Original und Kopie) mit zum Interviewtermin.

Auf welche Themen kann man sich in einem Vorstellungsgespräch einstellen?

Auf die folgenden Themen solltest du dich vorbereiten und mögliche Antworten überlegen:

  • Ausbildung: z. B. „Welche Motive waren ausschlaggebend für Ihre Studienwahl?“
  • Berufspraxis: z. B. „Von welchem Praktikum haben Sie am meisten profitiert?“
  • Bewerbungsmotive: z. B. „Was reizt Sie an der ausgeschriebenen Position?“
  • Leistungsmotivation: z. B. „Wann standen Sie unter großem Zeitdruck und wie sind Sie damit umgegangen?“
  • Persönlichkeit: z. B. „Wie würden Sie sich charakterisieren?“
  • Weitere Themen können sein: Stärken und Schwächen, Lernbereitschaft, Führungsmotivation, Sprachkenntnisse, Freizeitaktivitäten, Noten, Erwartungen und Ideale.

Wie lange sollte eine Selbstpräsentation in etwa dauern?

Es gibt unterschiedliche Situationen, in der deine Selbstpräsentation gefragt ist: Bewerbungsgespräch, Assessment-Center oder die Vorstellung bei einem Karriere-Event. Mit dieser Vielfalt variiert auch die Dauer. So kann eine Selbstpräsentation im Assessment-Center in der Regel zwischen 2 und 10 Minuten dauern, in einem Bewerbungsinterview sind ca. 3 bis 5 Minuten einzuplanen.

Wie kann ich mich auf eine Selbstpräsentation in einem Interview vorbereiten?

Eine Selbstpräsentation ist der Teil eines Bewerbungsgesprächs oder Assessment-Centers, den man gut alleine vorbereiten und üben kann. Notiere dir deinen beruflichen (und auch persönlichen) Werdegang und überlege dir, auf welche Stationen du näher eingehen möchtest. Versuche im Idealfall durch deine Präsentation schon eine Verbindung zu dem Unternehmen oder zu der offenen Position zu schaffen. Stelle dich vor einen Spiegel und sprich deinen Werdegang laut vor. Damit gewöhnst du dich an deine Stimme, verlierst deine natürliche Scheu dich zu präsentieren und gewinnst an Souveränität.

Ein weiterer Tipp: Stoppe die Zeit, damit du ein Gespür dafür bekommst, in welcher Zeitspanne du welche Informationen in deiner Präsentation unterbringen kannst.

Worauf achten Unternehmen im Bewerbungsgespräch?

Im Interview wird z. B. auf die folgenden Aspekte geachtet: Berufserfahrung/Praktika, Ausbildung, außeruniversitäres Engagement, Stärken/Schwächen, Zukunftspläne, analytische Fähigkeiten, Teamfähigkeit, konzeptionelle Fähigkeiten, Kommunikationsfähigkeit, Eigeninitiative, Einsatzbereitschaft. Analytische Fähigkeiten und Kommunikationsstärke können z. B. bereits mit einer übersichtlichen und strukturierten Darstellung des eigenen Lebenslaufs demonstriert werden. Teamfähigkeit kann mit Beispielen aus dem Studium überzeugend erklärt werden. Im Idealfall sollte man über eine positive Teamerfahrung erzählen, dann schwingen im Gespräch ganz automatisch Eigenschaften wie Begeisterungsfähigkeit und Engagement mit - und das sind wichtige Kriterien für den künftigen Arbeitgeber.

Welche Unterlagen bereitet man für das Interview vor?

Nimm deinen Lebenslauf, dein Motivationsschreiben sowie relevante Zeugnisse (Abschlusszeugnis, Praktikumszeugnisse, Arbeitszeugnisse) zu einem Bewerbungsgespräch mit. Die Unterlagen sollten im Original und als Kopie vorliegen. Achte auf einwandfreie Kopien in einheitlicher Papierqualität.

Achtung: Nie Originale hinterlegen!

Wie verläuft ein Stressinterview?

Die Methode des Stressinterviews wird eher selten angewendet, weil die Resultate einerseits umstritten sind und andererseits die Gefahr besteht, geeignete Kandidat/innen zu verlieren. Allerdings kommen Stressinterviews z.B. als Übung in einem Assessment-Center durchaus zum Einsatz. Im Interview gibt es meist eine „good cop/bad cop“-Rollenverteilung – ein/e Interviewer/in stellt klassische Fragen, während der/die andere kritisch nachhakt, desinteressiert wirkt und eine negative Atmosphäre entstehen lässt.

Das kannst du erwarten:

Eine schnelle Aufeinanderfolge von Fragen, die kaum Zeit zum Nachdenken bzw. teilweise auch nicht zum Ausreden lässt, Suggestivfragen oder Unterstellungen, überraschende Fragen ohne Zusammenhang, die dich aus dem Konzept bringen sollen. In dieser Situation heißt es ruhig bleiben und die Nerven bewahren!

Mit welchen Interviewfragen muss ich im Gespräch rechnen?

Beispiele für typische Fragen im Vorstellungsgespräch sind:

  • Erzählen Sie uns etwas über sich/Ihren Werdegang!
  • Warum bewerben Sie sich für die offene Position?
  • Warum sind genau Sie der richtige Kandidat/die richtige Kandidatin für uns?
  • Was sind Ihre Stärken/Schwächen?
  • Was war Ihre bisher größte Herausforderung?
  • Was erwarten Sie sich von uns/dem Job?
  • Was möchten Sie in 3/5/10 Jahren erreicht haben?
  • Wo liegen Ihre Studien- bzw. Arbeitsschwerpunkte?
  • Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?
  • Haben Sie noch Fragen an uns?

Wie präsentiere ich mich überzeugend im Vorstellungsgespräch?

Höre aktiv zu, d.h. vergewissere dich aktiv, ob das, was du verstanden hast, dem entspricht, was dein Gegenüber gemeint hat. Aktives Zuhören vermittelt Zuhörbereitschaft und Ernsthaftigkeit. Kommuniziere klar und deutlich. Je konkreter das Gespräch, desto wahrscheinlicher ist es, zu einem konstruktiven Ergebnis zu kommen. Verdeutliche deine Motive und Ziele, indem du deinen Standpunkt klar darstellst. Außerdem solltest du all deine Beweggründe mit Beispielen untermauern. Bringe die besten Argumente am Schluss – damit hinterlässt du einen positiven Eindruck.

Wie gehe ich mit der Frage nach persönlichen Schwächen um?

Grundsätzlich solltest du keine Schwäche nennen, die als ein Einstellungskriterium im Anforderungsprofil der Stellenausschreibung genannt wird. Wichtig ist, dass du keine Standardantworten auf die Frage nach deinen Schwächen gibst. Personalist/innen fangen schon an zu gähnen, wenn sie die klassische Antwort “Ich bin ungeduldig und perfektionistisch“ hören. Setze dich wirklich mit dir selbst auseinander und gehe in Gedanken deinen Werdegang durch. Da wirst du mit Sicherheit auf Situationen stoßen, in denen vielleicht nicht alles optimal gelaufen ist. Du solltest deinem Gegenüber vermitteln können, dass du ein reflektierter Mensch bist, der sich seiner Optimierungsbereiche bewusst ist und weiß, wo er noch Entwicklungsbedarf hat.

Wie gehe ich mit unzulässigen Fragen seitens des Unternehmens um?

Familienplanung, Gesundheitszustand (außer er steht in direktem Zusammenhang mit der Position), religiöse Zugehörigkeit, gewerkschaftliche und politische Tätigkeiten sowie die finanzielle Situation sind unzulässige Themen in einem Vorstellungsgespräch. Denn das Unternehmen darf nur Fragen stellen, die mit der ausgeschriebenen Position in Zusammenhang stehen. Solltest du Fragen aus diesen Themengebieten dennoch gestellt bekommen, so musst du sie nicht beantworten – ja sogar lügen wäre erlaubt. Eine elegantere Lösung wäre – höflich, aber bestimmt – auf ein anderes, verwandtes Themengebiet umzulenken. Bei der Frage nach der Familienplanung, z.B.: „Niemand kann in die Zukunft sehen, allerdings bin ich heute hier bei Ihnen, weil ich mit meiner vollen Motivation diese Position in Ihrem Unternehmen anstrebe“.

„Haben Sie Fragen an uns?“ - welche Fragen kann man dem Unternehmen stellen?

Vermittle durch gezielte Fragen dein Interesse an der Position und dem Unternehmen.

Beispiele:

  • Wie ist das Team, in dem die vakante Position eingelagert ist, aufgebaut?
  • Wie sieht das künftige Aufgabengebiet im Detail aus?
  • Wie sieht ein typischer Tagesablauf aus?
  • Welche internen Entwicklungsperspektiven ergeben sich für die Zukunft?

Fragen zum Gehalt, den Arbeitszeiten sowie Fringe Benefits (Dienstauto, Handy…) sind beim ersten Interview hingegen nicht angebracht.